Das mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderte Projekt „PRoFID - Dezentrale Produktionssteuerung mit RFID-gestützten Prozessen“ hat den MuM-Award 2008 der Zeitschrift Markt und Mittelstand in der Kategorie „Neue Technologie für den Mittelstand“ verliehen bekommen.

SEEBURGER gewinnt mit Forschungskonsortium Technologie-Award 2008 zur RFID-gestützten Produktionssteuerung

21. Februar 2008 – 

Die RFID-Technologie bildet das Herzstück des Projekts, welches gemeinsam mit Herma, Siemens, SEEBURGER, den Forschungspartner IPH und IPRI bei der Firma Wittenstein AG in die Praxis umgesetzt wurde.

Die Preisverleihung fand im Rahmen einer Gala mit 200 geladenen Gästen am 21.02.2008 im Axel-Springer Hochhaus in Berlin statt. Dort nahm Prof. Dr. Georg Urban, Geschäftsführer der IPRI gGmbH stellvertretend für alle Projektbeteiligten den Preis entgegen. Das geehrte PRoFID-Projekt zeigt auf, wie Produktions- und Logistikprozesse mit einer neuen, RFID-gestützten Steuerungsmethode bezogen auf Liefertreue optimieren werden können. Das Verbundprojekt hat dazu eine dezentrale Produktionssteuerung mit einem RFID-Marktplatzkonzept gekoppelt. Für die Integration in die bestehenden Systeme und die Implementierung der neuartigen dezentralen Steuerung sorgt die Business-Integrationslösung von SEEBURGER. Die passende Hardware-Infrastruktur wurde von Herma und Siemens entwickelt.

Die wissenschaftlichen Institute IPH und IPRI haben das Projekt von Seiten der Forschung unterstützt. Die Koordination des Projekts sowie die Entwicklung der dezentralen Steuerung lag federführend bei der IPH gGmbH. Ein Kosten-, Nutzen- und Risiko-Bewertungsmodell wurde unter der Anleitung der IPRI gGmbH entwickelt, um die betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkte von RFID-Ansätzen zu beschreiben. Das Projekt mündete in einer exemplarischen Umsetzung und Erprobung beim Mechatronik-Spezialisten WITTENSTEIN AG.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, belegt sie doch, dass es sich lohnt, neue Wege zu gehen. Dass auch die Jury in unserem Projekt eine richtungweisende Initiative sieht macht uns Mut, den Mittelstand auf solche Konzepte anzusprechen“, bedankt sich Dr. Volker Schäffer, Bereichsleiter bei SEEBURGER, für die Auszeichnung.
Dr. Thomas Gräbener, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Industrieller For-schungsvereinigungen (AiF) und Jury-Mitleid begründet die Entscheidung mit der Branchenunabhängigkeit des Projekts: “Das Projekt ´Dezentrale Produktionssteuerung mit RFID´ hat die größte Breitenwirkung für KMU unabhängig von der Branche. Dank ständig aktueller Termin- und Ortsdaten lassen sich Durchlaufzeiten und Bestände senken und die Termintreue erhöhen. Damit hat das Projekt größte Standortrelevanz,” und Jury-Mitglied Werner Bollmann, Geschäftsführer Dekra Testing & Inspection GmbH führt weiter aus: „Die Übertragbarkeit dieser Steuerungstechnik auf mittelständische Unternehmen unterschiedlichster Branchen ist sehr gut. Die Technik bietet breite Einsatzmöglichkeiten in Produktion, Lagerhaltung und Versand und ist auf nahezu alle produzierenden Betriebe anwendbar. RFID liefert ein genaues Abbild der Bewegungen im Betrieb und damit eine transparente Auftragsabwicklung mit eingebauten Frühwarnindikatoren, so dass schnell und flexibel auf Produktionsstörungen reagiert werden kann.”

Ausgezeichnet mit dem Mittelstands-Award werden herausragende Leistungen von mittelständischen Unternehmen. Das ausgezeichnete Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb des Rahmenkonzeptes „Forschung für die Produktion von morgen“ gefördert und vom Projektträger Forschungszentrum Karlsruhe, Bereich Produktion und Fertigungstechnologien (PTKA-PFT), betreut.


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