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SEEBURGER unterzeichnet offiziellen Kooperationsvertrag für Software-Cluster

16-07-10

Start der ersten Forschungsprojekte in Kürze

Bretten, 16. Juli 2010 – Der Software-Cluster Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen, in dem die SEEBURGER AG als einer der Sprecher des Mittelstands im Strategieboard vertreten ist, startet in Kürze die ersten Forschungsprojekte. Zudem engagiert sich SEEBURGER in den Teilprojekten „Grundlagen emergenter Software“ sowie „Innovative Dienstleistungen im zukünftigen Internet“. Vor einem halben Jahr hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die fünf Gewinner des Spitzencluster-Wettbewerbs benannt, darunter auch der mit über 80 Millionen Euro geförderte größte Software-Cluster in Europa, der sich Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen widmet. Dem Software-Cluster gehören neben den großen Softwareherstellern IDS Scheer AG, SAP AG und Software AG auch mittelständische Unternehmen an, darunter auch die SEEBURGER AG. Vergangene Woche wurde in Anwesenheit des saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller der Kooperationsvertrag für den Software-Cluster offiziell unterzeichnet. Nach der Strategieboard-Sitzung in Saarbrücken starten nun die ersten Forschungsprojekte.

Der Software-Cluster erforscht Unternehmenssoftware als "Betriebs-System" für jede Firma, ob Zulieferer oder Handwerksmeister, Kleinstunternehmer oder Weltmarktführer. Die Unternehmenssoftware der Zukunft bildet dabei das Rückgrat der unternehmerischen Wertschöpfungsketten. Die Innovationskraft des Software-Clusters liegt in der Erforschung emergenter Software, die unternehmensintern und unternehmensübergreifend Effizienzsteigerung und eine höhere Adaptivität für dynamische Geschäftsmodelle von morgen ermöglicht. Insgesamt arbeiten im Rahmen des Software-Clusters über 80 Fachleute und Forscher an der Unternehmenssoftware der Zukunft.

„Der Software-Cluster spielt für die SEEBURGER AG eine wichtige Rolle, da dieses Forschungsvorhaben nicht zuletzt aufgrund seiner Innovationskraft neue Impulse geben wird. Wir sind stolz darauf, in diesem „Spitzencluster“ als Mitglied des Strategieboards sowie als einer der Partner die Software der Zukunft für das digitale Unternehmen federführend mitgestalten können. Im Zusammenspiel von Forschung und führenden Softwareunternehmen erfolgt hier ein Transfer an Fachwissen, übergreifendem Projekt-Know-how und Technologien, was einen klaren Wettbewerbsvorteil auf internationaler Ebene darstellt“, kommentiert Michael Kleeberg, CTO der SEEBURGER AG.

Zu den ersten Projekten des Software-Clusters, die in Kürze starten, zählen „Grundlagen emergenter Software“, „Prozessinnovationen in der Softwareindustrie“ und „Software-Cluster Management“. In diese drei Projekte werden 30 Millionen Euro investiert. Die drei geplanten Projekte bilden dabei die Grundlage für weiterführende Forschungen. Die Unternehmenssoftware überwacht betriebswirtschaftliche Prozesse über messbare Wertschöpfungsketten in Echtzeit, um eine Entscheidungsgrundlage zum Steuern von geschäftsrelevanten Abläufen zu bieten. Im Software-Cluster gilt das sogenannte Emergenzprinzip. Als emergent werden Eigenschaften eines "Ganzen" bezeichnet, die sich aus den einzelnen "Teilen" nicht direkt herleiten lassen und nur aus dem Zusammenwirken der Teile d. h. aus ihrem Prozess heraus erklärbar sind. Eine besondere Bedeutung liegt beim Begriff Emergenz auch in der Rückwirkung der emergenten Eigenschaften auf die einzelnen Komponenten.

Dabei stehen die folgenden Aspekte im Vordergrund:

  • Interoperabilität, also die Fähigkeit zur Zusammenarbeit von verschiedenen Systemen, Techniken oder Organisationen
  • Adaptivität, die für die Anpassung eines Systems an die Präferenzen des jeweiligen Unternehmens oder des Nutzers steht
  • die Benutzerschnittstelle als individuelle Kombination von Benutzeroberflächen je nach Rolle und Aufgabe
  • System- und Datensicherheit, die es Unternehmern in Zukunft ermöglicht als „digitales Unternehmen“ in einer global vernetzten Welt reibungslos Wertschöpfung zu generieren und frühzeitig auf veränderte Marktsituationen zu reagieren

Die zentrale Innovation besteht in einem ganzheitlichen, umfassenden Ansatz, wonach verteilte Dienste als "Unternehmens-Apps" vernetzt angeboten werden. Diese Apps passen sich hinsichtlich ihres Ressourcenverbrauchs auf die vorhandene oder geliehene Infrastruktur an und erfordern nur geringe Ressourcen bei der Ausführung. Dennoch steht ein reichhaltiger Funktionsumfang bereit, der eine Vielzahl von Lösungen unterschiedlicher Branchen umfasst, wobei hinsichtlich der Betriebsgröße der Schwerpunkt auf KMUs liegt. Komponenten und Services, die aufeinander abgestimmt sind, können in kürzester Zeit integriert und gemeinsam mit einer vorhandenen Lösung genutzt werden. Die Flexibilität in der Gestaltung und Nutzung der Prozesse und der Geschäftsmodelle ist somit der Erfolgsgarant für ein wettbewerbsfähiges und zukunftsorientiertes Unternehmen.

SEEBURGER befasst sich im Teilprojekt „EMERGENT-Grundlagen emergenter Software“ konkret mit der Erforschung und Entwicklung grundlegender Methoden, Techniken, Algorithmen und Datenstrukturen für „emergente“ Software. Wobei der Begriff „Emergente Software“ für eine neue Kategorie von verteilten, innovativen Informationssystemen, die unternehmensübergreifend aus dem Zusammenspiel einzelner Komponenten und Dienste im Internet der Dinge und Dienste entstehen und dadurch eine qualitativ höhere Leistungsfähigkeit aufweisen. Dadurch soll die Wertschöpfung in den Anwendungsindustrien signifikant erhöht werden.
Zudem engagiert sich SEEBURGER im weiteren Teilprojekt „Innovative Dienstleistungen im zukünftigen Internet“. Hier sollen in erster Linie KMUs bei der Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen durch erprobte Methoden, Standards, Richtlinien und Vorlagen unterstützt werden, sodass diese ihre Angebote im Internet positionieren können. Ziel ist hier der Aufbau einer Plattform für die Gestaltung, die Modellierung, die Implementierung und das Angebot bzw. den Handel von Dienstleistungen im Internet.

Über SEEBURGER
Ziel von SEEBURGER ist es, die nahtlose Integration von externen und internen Prozessen und die Abläufe zwischen unterschiedlichen Anwendungssystemen oder Geschäftspartnern medienbruchfrei zu gestalten.

Das Produktangebot umfasst die Integration von B2B-Geschäftsprozessen, die Anbindung von Geschäftspartnern, Logistik-/RFID-Lösungen, die automatische Bearbeitung von papierbasierten Belegen und die ganzheitliche, neutrale Beratung bei der Einführung von Produktdatenmanagement-Systemen. Das Unternehmen bietet mit seinen Managed Services eine SaaS-B2B-Plattform sowie das klassische Outsourcing von B2B-Prozessen an.

SEEBURGER pflegt eine langjährige Partnerschaft mit SAP. Über 30 eigenentwickelte EDI-Adapter erweitern die Integrationsplattformen von SAP-Kunden. Mit weiteren Dienstleistungen wie Consulting und Support vervollständigt SEEBURGER seinen ganzheitlichen Ansatz.

SEEBURGER-Kunden profitieren von der Branchenexpertise und dem Know-how aus Projekten bei über 8.100 Unternehmen wie Beiersdorf, Bosch, Coop, Danfoss, EnBW, Heidelberger Druckmaschinen, Hagebau, Hyundai, Lidl, Novartis, Osram, Porsche, Siemens, s.Oliver, Schiesser, SupplyOn, Tetley, VW, Whirlpool u.a. Die SEEBURGER AG wurde 1986 in Bretten gegründet und betreibt weltweit 19 Niederlassungen.

Weitere Informationen unter www.seeburger.de

Über den Software-Cluster
Im Software-Cluster "Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen“ sind über 350 Unternehmen der Unternehmenssoftwarebranche zusammengefasst, darunter unter anderem SEEBURGER, IDS Scheer, ProAlpha Software, SAP und die Software AG. Von Seiten der Forschung gehören dazu die drei Informatikforschungszentren DFKI, Fraunhofer, FZI sowie die Informatikfakultäten der TU Darmstadt, der TU Kaiserslautern, des Karlsruher Instituts für Technologie und der Universität des Saarlandes. Die auch als Silicon Valley Europas bezeichnete innovationsstarke Region umfasst die Standorte Karlsruhe, Walldorf, Darmstadt, Kaiserslautern und Saarbrücken.
Mit dem Wettbewerb möchte das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Innovationspolitik in Deutschland stärken. Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft sollen ihre Ideen schneller in neue Produkte und Dienstleistungen umsetzen und ihre Stärken besser nutzen. Mit den Fördergeldern sollen in sechs Projekten sowohl der Cluster selbst (Management, Vernetzung, internationale Präsenz, Aus- und Weiterbildung, Verwertung) als auch die technologische und methodische Erforschung und Entwicklung von Software-Lösungen für das digitale Unternehmen vorangetrieben werden. Weitere Ziele sind die Ausbildung von 5000 Fachkräften in fünf Jahren, die Gründung von 30 Firmen im Kernbereich des Clusters und die Ansiedlung führender ausländischer Unternehmen in der Cluster-Region.

Weitere Informationen unter www.software-cluster.org

Pressekontakt:
SEEBURGER AG, Edisonstraße 1, 75015 Bretten
Michaela Gross, Tel.: 07252/96-1263, m.gross@seeburger.de



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